I was here!


Reisefotografie, Berlin 2014
(25 Jahre nach dem Fall der Mauer)

Hat man früher gern auf Reisen Fotos von „Land und Leuten“ mit nach Hause gebracht und sich höchstens selbst mal als kleine Figur vor einen berühmten Monument fotografieren lassen, so scheint heute der Anlass der Reise oft allein die Selbstdarstellung an sich: Schaut her, ich bin, ich war hier! Inszeniert vor der Sehenswürdigkeit oder als „Selfie“, dem Selbstporträt mit Handy, werden die Bilder zeitgleich auf Facebook, Instagram oder im Reiseblog gepostet.
Barbara Wolff beobachtet im Sommer 2014 Touristen in Berlin in ihrem Foto-Verhalten. Im Stil eines fotografischen „Trittbrettfahrers“ analysiert sie das Verhältnis der Reisenden zur Fotografie. Durch die große Verbreitung von Handys, Tablets und Digitalkameras ist das Bildermachen allgegenwärtig. Dass Barbara Wolff im Besonderen die neuralgischen Punkte der ehemals geteilten Stadt Berlin, also die politschen Spuren der jüngsten deutschen Geschichte als Beobachtungsorte wählt, legt zudem darüber Zeugnis ab, wie letztendlich alle historischen Spuren zur touristischen Kulisse mutieren.

Wer sich hier wiederfindet, den bitte ich herzlich (nachträglich) um Erlaubnis zur Veröffentlichung. Ich konnte im Nachhinein keine meiner Abgebildeten kontaktieren. Sie mögen mein Projekt unterstützen und sollten sich in jedem Fall an mich wenden!

Ausstellung im Wegemuseum Wusterhausen / Dosse, 2014

 



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